Kartenspiel. 8L
hie Terminologien der Dialektik und die Titel derPaudektcn dadurch einzuprägen suchte v). DaS Geo-graphische Kartenspiel wurde von einem LeipzigerMagister im i/len Jahrhundert erfunden >v).
In Frankreich hat man noch keine so alte Spurvorn Kartenspiel, wie in Deutschland, gefunden.Papillon sagt zwar x), daß er in der Sammlungvon Blanchart einen Befehl vom Jahre 12^4 ge-funden, worin Ludwig der Heilige, nach seiner Zu-rückkunft aus dein gelobten Lande, das Karlen-und Würfelspiel verboten habe; Papillon hat sichaber geirrt, weil das Verbot nur vom Würfel - undSchachspiel, aber nicht von den Karten redet ^). —Die erste sichere Spur von den Karten in Frank-reich findet man in der Geschichte von Provence imJahre iz6» , wo man die Valers nach einer Räu-berbande , die in Provence und Venaissin großenSchaden that und sich in dunkeln Orten und Wäl-dern aufhielt, luckim oder Dunkelheit nannte r).Die zweyte sichere Spur von den Karten in Frank-reich hat man in dem französischen Archive bey derRentkamnier auf einer alten Rechnung gefunden,wo es heißt, daß Jacquemin Gringonneur, derMaler unter dem französischen König, Karl im J.1Z92 für Z Spielkarten mit Sinnbildern, welchemit Gold und verschiedenen Farben ausgemalt wa-ren, L9 pariser Schillinge erhalten habe aa). DieseSpielkarten sollten dazu dienen, den König Karlin den guten Zwischenzeiten seiner harten Krank-heit zu ergötzen.