Band 
Dritter Theil.
Seite
86
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86 Kartenspiel.

Vermittelst dieser beyden sicheren Spuren vonden Karten in Frankreich wird man das Irrigemancher Behauptungen leicht einsehen können. Esist nemlich falsch, wenn Jacobson bb) und Fueßlinccy behaupten, daß die Karten in Frankreich unterKarl erfunden worden waren, weil dieser erstam 22sten Febr. 140Z geboren wurde, die Kartenaber schon ig6l in Provence bekannt waren. BeymFueßlin scheint es nur ein Druckfehler zu seyn, weilman doch die richtige Jahrzahl 1Z92, wo Karllebte und an seiner harten Krankheit darnieder lag,dabey findet. Aber auch die im Fueßlin aus demSaint-Foip angeführte Meynung, daß JacqueminGringonneur das Kartenspiel erfunden habe, ist un-richtig, weil man es geraume Zeit vor Gringon-neur, nemlich schon rzöi, in Provence kannte. Auseben diesem Grunde kam es auch nicht erst 4 oderZ Jahre vor dem Tode des Königs Karls der1Z8» starb, erfunden worden seyn, wie viele be-hauptet haben und diesenigen irren nicht weniger,die das Aufkommen der Karten in Frankreich mitBoullel und andern erst ins Jahr 1Z64 oder iZ/6setzen. Die Meynung derer, die das Kartenspielüberhaupt für eine Erfindung der Franzosen aus-geben, bedarf nun keiner Widerlegung, da mantheils in Italien und Deutschland weit ältere Spu-ren von den Karten, als in Frankreich findet, theilsauch der Name des ältesten bekannten französischenKartenspiels, nemlich ihr I,ansguener, welches dasdeutsche Lanzknccht ist, sattsam beweiset, daß sie die-ses Spiel von den Deutschen bekamen und diesenachahmten. Dieses I.sn8guenet soll im Jahre ^92