Band 
Dritter Theil.
Seite
96
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Kattun,

damit er die gehörige Schönheit bekommt. —Wie alt die Kattundruckcrcy sey, kann man aus derErzählung des Hcrodols schließen, der um ZL40 n.E. d. W. berühmt war und von den Völkern in derGegend des tölpischen Meeres erzählt, daß sie schonauf ihre Stoffe Zeichnungen von Thieren und Blu-men druckten, wozu sie sich der Blätter von gewissenBäumen bedienten, die sie zerstießen und mit Wasseranmachten a).

Da die Egypticr, ehe das Schilfpapier bey ih-nen erfunden wurde, aufLeinwand schrieben: so ver-muthet man, daß sie dadurch auf die Erfindung derKallundruckerey geleitet worden wären. So viel istgewiß, daß sie Kallunfabrikcn hatten und Plinins b)beschreibt auch die Art und Weise, wie die Egyplierdie bunten kattunartigcn Zeuge darin verfertigen. Vondiesen solle» die Indianer die Kallundruckerey gelernthaben, welche schon um ZL 4 L n. E. d. W, oder i^8Jahre vor Christi Geburt mit gemalten und gedruck-ten seidncn und leinenen Zeugen nach China handel-ten. Seit dieser Zeit fiengen auch die Sineser an,Figuren und Blumen in Holz zu schneiden, mit Far-ben zu bcsireichen und auf Zeuge abzudrücken, ob siegleich lange vorher schon Bücher auf diese Art ge-druckt halten. Die Kunst, mit gestochncn Kupfcrplat-ten anstatt der hölzernen Formen, besonders das so-genannte Englischblau aufKattun zu drucken, erfan-den die Engländer c) und neuerlich hat Herr AntonChristoph Gignoup mit Hülfe des Herrn Steins >nAugsburg, sehr gute Vorrichtungen zum Kattundru-cken mit Kupferplatten erfunden und ausgeführt cl).

E.ne