Band 
Dritter Theil.
Seite
104
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104 Kirchenbibliolhck.

der seinem Vater Jnachus im Jahr 2247, nach an-dern aber fast um ioo Jahre früher, in der Regie-rung folgte, in Italien aber Fanus die ersten Tem-pel errichtet b). Der Name Kirche kam im zweytenJahrhundert auf und man sagt, daß schon AlexanderSeverus, der von 222 bis 2zZ regierte, den Christeneine Kirche habe bauen lassen wollene). Sein Nach-folger Maximinus ließ schon viele Kirchen der Chri-sten verbrennen.

-») -^rnolä. säveis. 6ent«5. lik. VI. p. 87. egji.klsnt. b) lVIscrob. Lsturnsl. lii>. I. c. 9. c)hlg. Lex. Leipzig 1709. 1. p, 85.

Kirchenbibliothek. Schon in den ältestenZeiten war es Silke, schriftliche Nachrichlen von ei-niger Wichtigkeit in dem Tempeln aufzubewahren.So wurden z. B. die Heilmittel, die einem Krankengeholfen hatten. auf Täfclchen geschrieben und in denTempel des VulkanS zu Mcmphis gelegt a).

Eben so verfuhren die Jsraeliten mit ihrem Ge-setz, welches sie gegen 24^4 in die Bundeslade leg-ten, die in der Stiftshütte stand b), wohin auchdie Schriften Mosis gelegt wurden c) , welche her-nach sämmtlich mit der Bundeslade in den Tempelzu Jerusalem kamen ä), wo man sie auch nach derBabylonilchcn Gefangenschaft wieder fände).

Auch bey dcn Phöniziern finden wir diese Sitte;denn ihr ältester Schriftsteller, Sanchoniaton, derum 2790 lebte, ichöpfte seine Geschichte aus denNachrichlen, die in den alten Tempeln niedergelegtund aufbewahrt wurden f>. Hierinn folgten ihnendie Carthaginenser nach, denn Hanno gab die Be-