Band 
Dritter Theil.
Seite
106
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io6 Kirchenfenster, Kirchenmelodien.

sitzt von I. k. Koppe, >7L2. II. Th. 20. Kap. S. 248.m) Wehrs a. a. D. n) Luseb. Hili. eccl. VI. IN. n)Hieran. Lamm. in IT^>ilr. nr! I^it. c. z. ^>) koLäaniusin vitn Xnguliini. c.Zi. q) 2 . A. FabrlcN allg. Hlst. d.Gelchrs. 17^2. 2. B. S-40z.

Kirchenfenster s. Glasfenster.Kirchenmelodien, Kirchenlieder der Christen,bestanden anfangs aus den Psalmen Davids und denim alten Testament vorkommenden Lobgesängen, wel-che die Judenchristen beybehalten und ihren Gebrauchbey dem Gottesdienste der Christen einführten. NachVertreibung des Heidenthums und Verfchlieffung derSchaubühnen fieng der Erzbischof von Mayland, Am-brofiuS (f Zy7 an, den Kirchengesang zu verbessern,indem er weiter keine Melodien beybehielt, als dieje-nigen, welche man »utbenricsa nannte. Von ihm hatder ambrosianische Lobgefang seinen Namen erhalten.Nach ihm fügte der Pabst GregvriuS der Grosse, dervon L90 bis 604 die päbstliche Würde besaß, noch dieMelodien hinzu, die man placier nannte») und gabdem ganzen Kirchengesang, der auch der gregorianischeoder Römische Gesang genannt wurde, eine bessereEinrichtung, daher ihm einige die Erfindung der Cho-ralmufik zuschreiben, wie er denn auch eine Akade-mie der Sänger stiftete b). Hierauf brachte der PabstVikalianus, der von 6Zz bis 6/» regierte, das Sin-gen in der Kirche in noch bessere Ordnung und führteauch den Gebrauch der Orgeln ein, um sich ihrer nebstder Vocalmusik zu bedienen c).

Unter den Deutschen sollen die Franken zuerst denGesang zum Lobe der Gottheit in den Tempeln ein-führt haben ä).