Band 
Dritter Theil.
Seite
118
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n8 Kleefeimen.

Aleefeimen entstanden aus den Getraide-feimen. Wenn man das Getraide nicht alles in dieScheuern bringen konnte, grub man eine hohe Stan-ge etliche Fuß tief in die Erde, daß ste nicht wankte,legte unten auf der Erde eine Schicht Reissig undstellte dann die Garben um die Stange herum, sodaß die Aehren der untersten Garbenreihe aufwärtsstanden; über diese stellte man andere Garben, aberumgekehrt, daß ihre Aehren gerade die Aehren deruntersten Reihe berührten und so bauete man fort,so weit die Stange reichte, nur daß man bey jederhöheren Reihe die Zahl der Garben verminderte,damit der Haufen allmählich spitzig wurde. Untenherum fastete man ihn mit einem Zaun von Reissigein, damit ihm das Vieh, keinen Schaden that unddie Spitze bedeckte man mit einem Strohdach, damitder Feimen wider den Regen geschützt war. Diejetzigen Kleefeimen find aber weit besser eingerichtet.Der Fürst Leopold Friedrich Franz zu Dessau bauteganz einfache Feimen in Wörlitz, und sein Lberamt-mann Holzhauscn folgte im grösser» nach. Herr RathStumpf brachte zuerst den Riß des HolzhausenschenFeimens nach Würchwitz, wo schon ein fehlerhafterFeime stand. Diesen Riß ließ der GeheimderathSchubart vom Kleefelde stechen und setzte feine Ver-besserungen hinzu. Herr Rath Stumpf ließ in Böh-men verschiedene Feimen bauen, sah auch die inGröbzig und Wörlitz, an denen er bemerkte, daßder starke Wind die Dächer brach, welches ihn aufreelle Verbesserungen der Feimen leitete. Er ließnemlich i) die »irr Balken, an denen das Dach