Band 
Dritter Theil.
Seite
127
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Klosterlcben. 127

hängsr weder die Accker, noch Weinberge, nochHäuser bauetcn, sonder« sich des WeinS ganz ent-hielten und auf dem Lande in Hütten lebten c). Nochgrössere Ähnlichkeit mit den nachmaligen Mönchenhatten die theoretischen Essäer, welche zur Zeit desJonathas, eines Bruders des Judas Maccabäus6), nach andern aber erst r 00 Jahre v. C. G. bekanntwurden ; sie enthielten sich des Ehestandes, aller welt-lichen Geschäfte, tranken keinen Wein, führten dieGemeinschaft der Güter ein, liebten die Einsamkeitund brachten ihre Zeit mit Beten und geistlichen Be-trachtungen zu. Die praktischen Essäer hingegen leb-ten nicht so strenge, hatten mehr Umgang mit Men-schen, und trieben auch ein bürgerliches Gewerbe. —Eine solche Secke waren auch die Therapeuten, diein den sechs Werktagen allen Umgang mit Menschenflohen und nur am siebenten Tage zusammenkamen.Endlich hat man nicht ermangelt, auch die Nazare-ner, die sich des Weins enthielten und den Johan-nes den Täufer, der in der Wüste ein strenges Lebenführte, mit unter diejenigen zu zählen, denen daSMönchsleben seinen Ursprung zu verdanken habe.

So wahr es ist, daß die Lebensart der theo-retischen Essäer manches ähnliches mit dem nachmali-gen Mönchsleben hatte, so irrig ist es doch, wennman unter ihnen schon den Anfang des Klosterlebenssuchen will.

Den wahren Grund zum Klosterleben legten dieEremiten, oder diejenigen Menschen, welche in Wü-stenepen flohen, »nd sich nachher Aoachoretcn, d. i.