Kochkunst.
Speisen, worunter die Eyer den Anfang machten, derzweyte begriffdie Hauptspeisen und der dritte das Obst.Als die Römer mit den asiatischen Völkern bekannterwurde, kam auch die Kochkunst in Rom mehr empor.Schon unter dem Cvnsulat des Spurius PosthumiusAlbinos und OuinkuS Martins Philippus, d. i. 565n. R. E. wurde dieses Geschäfte zu einer Kunst erho-ben i). Die Pracht der Gastmaler stieg bald so hoch,daß man sich genölhiget sah, dieselbe durch Gesetzeeinzuschränken. Das älteste dieser Gesetze war dasOrchische, welches der Zunftmeister, C. Orchius 566,nach andern .570 n. R. E. wieder die Verschwendungbey den Gastmälern gab k): Demohngeachtel nahmdie Verschwendung zu; die Römer erfanden zur Zeitdes CinciuS und Fannius ein Lieblingsessen , welchessie das trojanische Schwein nannten. Man ließ klein-lich in dem Bauche eines Schweins verschiedene an-dere Thiere kochen; da nun dieses mit Thieren ange-füllte Schwein mit dem trojanischen Pferde Aehnlich-keit hakte, in dessen Bauche Soldaten verborgen wa-ren : so wurde es deswegen das trojanische Schwein ge-nannt l). Wider dergleichen Ueppigkeiten wurde unterdem Consulat des Cajus Fannius und des ValcriuSMessala ein Rathsschluß gefaßt, den man kurz dar-auf in ein öffentliches Gesetz verwandelte, welchesdas Fannische Gesetz hieß, das eilf Jahre vor demdritten panischen Kriege, nach einigen Z88, nachandern F92 n. R. E. gegeben wurde und unter andernauch das Mästen der Hühner verbot m). Sempro-niuS Nufus ließ den ersten Storch zum Essen umbrin-gen u) und der Redner Hvrtcnsius, der sich im Jahr