Band 
Dritter Theil.
Seite
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-4o Kochkunst,

selren. So wurden z. B. bey dem Sommer Gewit-ter vorgestellt, wo auf die Gäste statt des Hagels Blu-men und statt des WasserS wohlriechende Essenzen her-abfielen u). Besonders zeichnete sich bey den Römerndie Familie der Apicier durch kostbare Mahlzeiten aus.Der ältere Apicius that sich schon ivo Jahre vor demTiberius, oder 649 n. R. E. in der Schwelgcrey her-vor v); doch übertraf ihn M. Gabius Apicius hier-in, der unter August und Tiberius lebte, denn er er-fand selbst viele neue Speisen, z. B. ein salzigtcs Ge-richt aus der Leber der Fische v), er erfand mancher-ley Küchengeschirr x), er wußte die Schweine mit tro-ckenen Feigen zy mästen zr), und gab mehrere ArtenKuchen an, die nach ihm benannt wurden *. Ein an-derer dieses Namens, Cälius Apicius, schrieb ein Koch-buch, welches unter denen, die auf unsere Zeiten ge-kommen sind, das älteste ist; man weiß aber nicht ge-wiß, wann er lebte r). Einige halten ihn mit demApicius, der unter dem Trajan lebte und die Kunstverstand, Austern frisch zu erhalten au) für eine Per-son. Diese Apicier waren die Stifter mehrerer Koch-schulen in Rom, wodurch die Verschwendung unterhal-ten und vermehrt wurde. Vitcllius wurde von seinemBruder mit 2000 auserlesenen Fischen und 7000 Vö-geln bewirthet und Vitcllius selbst ließ einmal, in ei-ner einzigen Schüssel, die Lebern, Zungen, die Milchund das Gehirn von vielen theuren Vögeln und Fi-schen auskragen bb). S. Auster; Schaueffen.

-0 I Mvs. rz, 2Y. b) I Mos. 27, 4. za. z>. °)Richt. 6, 19. 4 ) 2 KLn. 4, Z 8 —4>. «) ltomer. 04 .z 62». 5 ) iiawer. 04 , ^ 226. x 414. g) Üoiner, 04 . u.