Band 
Dritter Theil.
Seite
167
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Kompaß. 167

neue Einrichtung des Kompasses in Holland erfun-den rr).

Die Markscheider bedienen sich in den Bergwer-ken theils des Setzkompasses, der horizontal auf dieErde gefetzt wird, theils des Hängekompasses, wel-cher seinen Namen daher erhielt, weil man ihn inden Gruben an eine Schnur hangt. Er besteht auseiner Magnetnadel, die in einem runden Kästchenliegt, das in zwey kreuzweise durcheinander gescho-benen Ringen schwebt. Der Horizont des Kästchenswird in zwcymal »2 Stunden und jede Stunde wie-der in 8 gleiche Theile eingetheilt. Von 12 zu 12zieht man eine grade Linie, deren Endpunkte Mi-ternacht und Mittag anzeigen und quer durch daSCentrum wieder eine andereLinie, die mit jener rech-te Winkel macht und deren Endpunkte Morgen undAbend anzeigen. Dieser Hängekompaß dient dazu,daß man sich unter der Erde finden, nach einem be-stimmten Orte zuarbeiten und die Winkel, die mandamit innerhalb der Erde findet, auch oben auf derErde abstechen und also die Gänge an den Tag le-gen kann. Diesen Hängekompaß erfand BalthaserRößler im Jahre 167z, wo er als Bergmeister zuAltenberg in Mcissen angestellt war ss). Neuerlichhat man ihn dadurch verbessert, daß man um denStundenring noch einen Gradring angebracht hat,wodurch man während des Abziehens sogleich dasrcducirte Streichen erhält. Herr Krumpel wird fürden Erfinder dieser Verbesserung gehalten rr). Vor-her verwarf man die Entheilung des Horizontes in560 Grad, weil man fürchtete, daß solche in den