Band 
Dritter Theil.
Seite
166
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i66 Kompaß.

paß wenigstens verbessert habe, welches um so vielwahrscheinlicher ist, da man leicht gfauben kann,daß dieses Werkzeug nicht gleich die pstzige Vollkom-menheit hatte. Cassini erzählt, daß man anfangsdie Nadel auf ein Spanlein in ein Gefäß voll Wasserlegte, damit sie sich frey nach Norden wenden konn-te, welches Verfahren auch bey den Chinesern üblichist mm) ; dann steckte man sie in ein Stück Korkund ließ sie so auf dem Wasser schwimmen nn). Wieleicht konnte also Gioia hier noch Verbesserungen an-bringen! einige vermuthen, er habe die Büchse zurMagnetnadel erfunden oc>) , andere halten es fürwahrscheinlich, daß er entweder unter allen Völkernüberhaupt,. oder doch unter den Neapolitanern dererste gewesen sey, der den bereits erfundenen Kom-paß zur Schifffahrt angewandt habe pp). Doch hier-über läßt sich so wenig etwas gewisses sagen, alsüber den ersten Urheber des Kompasses und die Zeitder Erfindung desselben. Einigen gefällt besondersdie Hypothese, daß der Ursprung des Kompasses inChina zu suchen, von da er zu den Arabern gekom-men und durch diese mehrern europäischen Nationenmitgetheilt worden sey.

Den Kompaß mit einer Sonnenuhr erfand derEngländer Butterfield.

Der Name Boussole soll von dem holländischenWort Bopel entstanden seyn, welches eine Büchseoder Gehäuse bedeutet, womit die Magnetnadel um-geben ist; die bequemen Namen der Weltgcgendenauf der Windrose stammen, ebenfalls von den Hollän-dern her qq) und vor kurzer Zeit wurde auch eine