Band 
Dritter Theil.
Seite
179
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Kräulerkunde. 179

sie mit Pfeilen angeschossen waren oder sich mit Dor-nen und Splittern verwundet hatten, dieses Krautfrassen und sich damit heilten. Daher dichtet auch Vir-gil, daß die Venus den verwundeten Acneas mit Dip-tam geheilt habet). Den Nutzen des Epheu, denBacchus aus Indien zuerst nach Griechenland brach-tcß), soll man durch die wilden Schweine entdeckthaben K).

Gesetzt auch, daß diese Nachrichten der Altennicht in allen Stucken Glauben verdienen: so bewei-sen sie doch so viel, daß schon die Alten der Meynungwaren, man habe manche heilende Kräuter durch dieThiere kennen gelernt, welches sich auch durch Bey-spiele aus neueren Zeilen beweisen laßt. s. CapaibischcrBalsam.

Die älteste Spur von der medicinischen Kennt-niß der Kräuter findet man zu Jacobsze>t, wo mandie Dudaim i) kannte, von welchem Nadel glaubte,daß sie die Fruchtbarkeit befördern könnte. Man hältdafür, daß die Dudaim nichts anders als die Man-dragora oder Alraun gewesen sey. Moses konnte dieKräuterkunde von den Egyptiern erlernen und legtezu Mara einen Beweiß seiner Kenntnisse ab, wo erein gewisses Holz ins Wasser warf, das dem Was-ser scise Bitterkeit benahm ic). Salomons Kräuler-kenntnisse werden schon sehr gerühmt; er wußte zureden von den Cedern bis auf den Jsvp l).

Auch die Chinefer wollen frühzeitig in dieserWissenschaft Fortschritte gethan haben. Ihr Re-gent Souigine, der in den fabelhaften Zeiten lebte,soll den Pflanzen zuerst passende Namen gegebenM »