182 Kräuterkunde.
Kräuterkunde, von dem noch verschiedene Bücher vor-handen sind, ist Theophrastus von Erefus, ein Schü.ler des Plato und Aristoteles, welcher eine Geschich-te der Pflanzen in neun Büchern und noch sechs Bü-cher von den Wirkungen der Pflanzen schrieb ^.Die-sem folgte Dioscorides nach, der zur Zeit des Anto-nius und Klcopatra lebte und dessen Schriften vonden Pflanzen auch noch übrig sind; aber die sechsBücher des Rufus von Ephesus, der zu Trajans Zei-ten lebte, sind verloren gegangen.
Unt-r den Römern schrieb zuerst M. Cato, dannPompejus Lencus, ein Freygelassener des grossenPompejus, etwas von der Kräuterkunde; besondersmußte Pompejus Leneus die vom Pompejus erbeute,ten Schriften des Mithridates, die von der Kraftder Krauter handelten, auf Befehl des Eroberers,in die lateinischen Sprache übersetzen und Plinius sagt,daß erst damals die Kräuterkunde unter den Römernrecht bekannt worden sey Ich).
Bey den Jllyriern zeichnete sich der König Gen-tius, der um L86 n. R. E. lebte, in der Kräuter-kunde dadurch aus, daß er den grossen gelben Bcrg-Entian und dessen Nutzen entdeckten).
Auch den alten Deutschen fehlte es nicht an Kräu-terkenntnissen ; ihre Priester kannten den Nutzen derEichclmistcl, aus der sie einen Trank bereiteten undKuren damit verrichteten; alte Schäden und Augen-krankheiten heilten sie mit dem Kraut 8^Iago, gebisse-ne Wunden mit dem Kraut 8iimoIug KK), das Fieberund den Biß der Schlangen mit dem Kraut Verhäng-