192 Kraftmehl, Krähn.
Kraft s. Thermometer.
Kraft (Adam) s. Bildgiesserkunst.Kraftmehl oder Starke, welche aus allerhandWeizen, in den Morgenländern besonders aus Som-merweizen, gemacht wird, und zu feinem Backwcrk,Oblaten, italienischen Nudeln, zum Steifen der Lein-wand, zum Puder, zum Kleister der Kartcnmachcr undandern Dingen dient, war schon dem Dioscorides,Plinius und Oribasius bekannt. Die Einwohner derInsel Scio, die gleichwohl nur wenig Gctraide bau-en konnten, erfanden die Bereitung derselben a). DieSchweden haben diese Kunst erst 1642 durch Deut-sche gelernt und zu Halle in Sachsen ist sie ein sehralles Gewerbe I>). Der Messerschmidt Andreas Koppin Markirch hat Kraftmehl ohne Frucht zu bereitenerfunden und hat schon 140 Ccntner dergleichen ver-fertiget c). Vielleicht ist es das Kraftmehl aus Kar-toffeln, welches aber schon lange bekannt war.
it) ?Un. X. n. 1.1b. XXIII. CLP. 2L. Wtttrnbergtschet Wochenblatt 177z. 42. Stück, b) BeckmanniAnleitung zur Technologie 1787. S- 178. 0) Anzeiger1791. 4tcs Quart. Nr. 9». 92. S. 702.
Krahit, Kranich, ist ein Hebezeug, wodurch manGüter und Lasten vom Schiffe aufs Land und vomLand auf die Schiffe bringen, auch beym BauwesenLasten in die Höhe bringen kann. Der gewöhnlicheKrähn besteht bloß aus einem großen Rade mit derWelle, um welche sich, sobald sie durch die Arbeiter imTretrad« gedreht wird, das Seil herumwindet, mittelstdessen die Güter aus den Schiffen gezogen werden.Da aber diese Maschine keine Hemmung hat, welche
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