Band 
Dritter Theil.
Seite
205
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Kriegskunst. 20.5

zeigte nähmlich dem Abraham an, daß Loth gefan-gen sey; hierauf bewaffnete er 318 Knechte und jag-te den Siegern nach. Bey Daa höhlte er sie ein,theilte sein Heer in mehrere Haufen, überfiel dieFeinde des Nachts und schlug sie in die Flucht g).Dieß ist in der Geschichte die erste Spur von einemnächtlichen Uebcrfall im Kriege. Abraham theilte seinHeer in mehrere Haufen; ob in zwey oder drey,wird nicht ausdrücklich gesagt. Andere Beyspiele be-weisen aber, daß dir älteste Art, den Krieg zu fuh-ren , darin bestand, daß man das Heer in dreyHaufen theilte, den Feind damit an drey verschiede,nen Orten zugleich angriff und ihn zwischen ein drey-faches Gefechte brachte; so «heilten sich die Chaldäerin drey Haufen, als sie HiobS Hecrdcn überfielen r>;so griff auch Gidcon die Midianiter in drey Haufen 5),und zwar des Nachts r), an und Sank überfiel dieAnmonitcr um die letzte Nachtwache mit drey Hau-fen u).

Zu Abrahams Zeit hatten die Könige auch schonbesondere Befehlshaber im Kriege, denn Abimclech,der König zu Gerar in Palästina, hatte einen Fcld-hauplmann, der Pichol hieß v).

Aus dem Buche Hiob erhellet, daß eS zur Zeitdes Verfassers desselben schon zum Kriege abgerich»tete Pferde gab, die an das Commando mit derTrompete gewohnt waren ch).

Moses theilte sein Heer, nach den verschiedenenStämmen in Fahnen und Haufen ein v); zu sei»ncr Zeit war die Feldmusik bekannt x), nnd er ver-stand die Kunst, ein ordentliches Lager aufzuschlagen^