Band 
Dritter Theil.
Seite
208
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L08 Kriegskunst.

Polynikes den Eteokles in Theben belagerte, welchesdie erste förmliche Belagerung war, die die Griechenunternahmen rr). Man stellte vor jedes Thor, de-ren zu Theben sieben waren, einen Haufen Kriegs-volk, um den Belagerten die Zuführe abzuschneidenund die Uebergabe durch Hunger zu erzwingen. Ka-paneuS, ein Fürst von Mcsscne, machte hier den er-sten Versuch, die Mauer zu ersteigen und eine Festungmit Sturm zu erobern, wurde aber vom Blitz er-schlagen so). Während der Belagerung ließen sichEleokles und Polynikes in einen Zwcykampf ein undblieben beyde. Hierauf thaten die Belagerten einenglücklichen Ausfall. Da Kreon diejenigen, die imersten khebanischen Kriege vor der Stadt erschlagenwurden, nicht begraben ließ: so reitzte Adrast dieKinder der Erschlagenen im Jahre 277z zum zwey-ten Kriege wider Theben, wobey Alkmäon, ein Sohndes Amphiaraos, oder nach andern Lhersander, einSohn des Polynikes, der Anführer wider die The-baner wurde tt), welcher sie auch besiegle.

Im Jahre 2790 nahm der trojanische Kriegseinen Anfang, in welchem die Kriegskunst der Grie-chen wieder etwas zunahm ; denn Palamedes er-fand , nach des Plinius Bericht uu), die Schlacht-ordnung, Signale, die Losung oder Parole und dieNachtwachen; Sinon aber zeigte, wie man Signa-le von der Warte geben müsse. Auch hatten dieGriechen vor Troja schon ein verschanztes Lager fs).Sie zogen nähmlich die Schiffe ans Land, stelltensie in zwey Reihen, wovon die eine nach der Stadtzu, die andere nach dem Meere zu lag, und zwi-schen