,28 Kryptographie.
ihm soviel als und v soviel als 6 «. s. w. m).Scncca erfand auch solche Noten und zu seiner Zeitbelief sich ihre Anzahl auf Looo n).
In den Gerichten bediente man sich, wegen derKürze und Geschwindigkeit im Schreiben, solcherNoten, um die Protokolle zu führen und Schreiberdieser Art bekamen daher den Nahmen der Nota-rien, unter welchen die kaiserlichen Notarien denVorzug halten. Kaiser Justinian verboth aber denGebrauch solcher Zeichen oder Rotten bey Schriften,welche die Rechtsgelehrsamkeit oder Rechtshandel be-trafen, weil sie zu Mißverständnissen und Verdrehun-gen Anlaß gaben *).
Aus einer Stelle des TaciluS o) will manschlies-sen, daß auch die allen Deutschen eine Art vonChiffre gehabt hätten; diese Auslegung ist aber Zwei-feln unterworfen. Die Normänner bedienten sich einergeheimen Schreibart, solange ihre Einfälle in Frank-reich dauerten. Sonst will man behaupten, daßBonifacius um 716 n. C. G. die geheime Schrift,die in Versetzung des Alphabelhs besteht, zuerst ausEngland mit nach Deutschland gebracht habe.
Nachher errichteten die Souverains eigene Chif-fre-Kanzleyen, die sich lediglich mit Verfertigung dergeheimen Schrift für die Minister und Gesandten ,wie auch mit Auflösung der Chiffren abgeben muß-ten. Im >4ten Jahrhundert erfand Rudolph IV.,Erzherzog vos Oesterreich, eine Art Chiffren, dieum >7L2 noch ein Geheimniß waren p).
In den letzten Regierungsjahrcn des Königs vonFrankreich, Ludwigs erfand der Graf von Ver-