Kupfcrstccherkunst. »4^
Gallier Rom eroberten, die Gesefetze der 12 Ta-feln verbrannten: so wurden sie hernach aufs neuein Erz gegraben und aus dem Livius erhellet, daßauch die Bündnisse der Alten in eherne Säulen ge-graben wurden li), wie denn der Bund zwischenden Maccabaern und Römern ebenfalls auf messin-gene Tafeln geschrieben wari). Die Griechen undRömer hatten ferner in den alten Zeiten schon Stem-pel zu den Münzen; den Egyptirrn waren die hoch-geschnittenen Formen mit Buchstaben bekannt, dieman in irdene Gcfässe eindrückte, wie denn auchdie Römer hochgeschiltcne hölzerne und metalleneStempel mit ihrem Namen hatten, die sie mit et-was Farbe bestrichen und statt der Unterschrift aufsPapier druckten; siehe Formschneidekunst. Die Al-ten wußten also vertiefte und erhabene Figuren inStein, Metall und Holz zu schneiden, machten auchAbdrücke davon in Metall, wie bey den Münzen,in Erde, wie bey den Siegeln und aufs Papier,wenn sie das Monogramme» statt ihres Namensaufdruckten; sie kannten also fast alles, was zurErfindung der Kupferstecherkunst vorbereiten konnte.Besonders waren die Oull-rrii der Alken, welcheSchriften, Figuren und Laubwerk mit dem Grab-stichel in Metall eingruben und solche dann mitSchmelzarbeik, Gold oder Silber ausfüllten, derKuvfcrstecherkunst sehr nahe. Plinius rühmt vorzüg-lich die inerustirte Arbeit des Tcucer und die Trink-,geschirre des Pythcas k); die Laden wo die Alten der-gleichen Waaren feiil hatten, hiessen InbernL crullarins.Von solcher Arbeit ist der silberne Ll^peus vorivus, der