LL6 Kupserstecherkunst.
und Pollajuolo erst 1326 geboren wurde? Derglei-chen Ungereimtheiten würden in Menge gefolgert wer-den können, daher ich jenem Documente nicht trauenmag. Uebcrdiescs hat man bis jetzt vorn Finiguerranoch keinen einzigen Kupferstich aufzeigen können, deracht gewesen wäre, da sich hingegen in Deutschlanddergleichen schon von »440 finden, und der ItalienerLomazzo, welcher Künstler und Schriftsteller zugleichwar, schreibt auch selbst die Erfindung der Kupferste-cherkunst dem Israel Metro (von Mecheln) zu kk);daher es sehr wahrscheinlich ist, daß die Deutschen dieersten Erfinder des Kupferstechens waren, Finiguerraaber diese Kunst erst spater für Italien erfand.
Nach Finiguerra soll Anton Pollajuvlo (geb. 14264,4^8) die Kupserstecherkunst verbessert Habenil);Lasari sagt, daß auch Alexander Filipcpi, sonst Bori-eello genannt, wiewohl nur schlecht in Kupfer gesto-chen habe, denn er hatte seine Starke mehr in Zeich-nungen, daher auch Baccio Baldini, ein Goldschmiedzu Florenz, der um 1460 blühcte, nach demselben inKupfer stach. Nach diesem that sich Andreas Manlc-gna hervor, der nach einigen zu Manlua, nach an-dern zu Padua i4Li geboren wurde und 1L17 starb.Er verbesserte die Kupserstecherkunst und einige be-haupten, daß seine Kupferstiche die ältesten in Italienund im Jahr i4<)L erschienen waren mm). Er grubsie noch in Zinn. Ihm folgte Marc Antonio Raymon-di in der Kupferstecherkunst nach, der ein Zeitgenossedes Albrecht Dürers war rm).
Böse 00) hielt die kl. (^LLO. l.Xll. zu Bononienerschienene lateinische Uebersetzung des PtolemauS, die
auf