Kupferstecherkunst. 257
auf dein Titel die Worte führt: „cum kabulis geo-grspkicis in aes incisis" für das älteste Buch mitKupferstichen; man hat aber bemerkt, daß in der obi-gen Jahrzahl mehrere X ausgelassen find und dieAusgabe eigentlich ins Jahr »432 zu sehen ist, daßferner Böse die Worte: „ in a«8 incisi-;" aus demHoymbdischen Catalog abgeschrieben hat und endlichfand Mariette, der diese Edition betrachtete, daß dieLandkarten keine Kupferstiche, sondern nur Holz-schnitte waren.
Italien hat indessen doch unter allen LändernEuropens das älteste Buch mit Kupferstichen auszu-weisen, welches die Aufschrift hat: läbru intikolarodiente 8anclc> cli Oic> compollo äa Melier ^nrsnio«la 8iens Velckovo cli kuligno, äella conßreAakioneäe poveri letusli. klorenrie, dlisolc» cli l.orenro,äie X. 8eptembri8 1477, in 4 - mit vier Kupferstichennach den Zeichnungen des Sandro Boticello.
Dann folgte die lateinische Ausgabe des Ptole-mäus zu Rom, vom Jahre 1478, mit 27 in Ku-pfer gestochnen Landkarten, welche, wie schon erin-nert worden ist, von zwey Deutschen besorgt wurde.
Hierauf erschien zu Florenz im Jahre 1431 dieAusgabe von der Hölle des Dantes mit Kupfern;ob diese vom Boticello oder vom Baccio Baldinigestochen wurden, hat Vasari nicht deutlich genug be-stimmt.
Das erste französische Buch mit Kupferstichenist: ksreArinmicrn cls Oullrsmsr eu rskrs laims, äI.70N 1488. kol. pp).
Dusch. Handh.d. Erf. z.Thl. R