s6o Kupferstecherkunst,
mit bunten Farben ausgemahlt, zu den crstern aberwerden mehrere Kupferplattcn , nähmlich für jedeFarbe eine besondere genommen, wodurch man fastalle Farben aufs Papier bringen und die Kupfersticheden Gemälden ähnlich machen kann. Kupferabdrü-cke mit zwey Farben hat man schon vom Jahre >491xx); das Paul Bchaimische Verzeichnis führt »6derselben mit folgenden Worten an: „Etliche Passio-nalstuck, geistliche Männer und Weiber, von gcschrot-tener Arbeit, mit roth und weiß gedruckt. Hoch8vo. k. V. L. welche Buchstaben man durch Franzvon Bvcholt erklären will, wenn nicht das k. viel-mehr ein I. und also vom Israel, der zu Bvcholtarbeitete, zu verstehen ist. Ferner findet man in ei-nem Buche von >z6o Kupferabdrücke mit braungel-bcr und schwarzer Farbe. Bisher hat man die Kunst.Kupferstiche mit bunten Farben zu drucken, für eineErfindung des Lvsmann oder Lastmann gehalten.welcher dieselbe 1626 in Holland bekannt machte^);sonach wäre er aber nicht der erste Erfinder dersel-ben. Im Jahre >660 erfand Herkules Zegers dieKunst, ganze Landschaften mit Farben auf Papierund Tücher abzudrucken rr). Jacob Christoph leBlond (geb. zu Frankfurt am Mayn -670 f ,74,.)verbesserte Losmanns Kunst, indem er Kupfersticheauf blaues Papier und Tuch mit drey Farben druck-te; sein erster bunter Kupferabdruck erschien 1721 inHolland und stellte das Bild des Gouverneurs zuBreda , des General von Salifch , vor aaa>; ,722gab er zu London die erste Abhandlung von dieserKunst heraus bbb), und 1727 erschien Harmonie ok