Kupferstcchcrkunst. -61
clolourinZ. I^onclon. von le Blond, mit fünf buntenKupferblättern ccc); eine grosse Gefellschafk in Lon-don gab zu feinen Versuchen anfangs die Kosten her,aber durch unzeitigcs Sparen gerielh das Unterneh-men ins Stecken und endigte sich mit schlechtem Zeu-ge cläil). Seine Schüler, A. Robert und I. Gan-ticr Dagoty, verbesserten diese Kunst noch mehr;Gaulier druckte nämlich mit vier Farben, als roth,gelb und schwarz, die er aus Ocker, Zinnober, ge-branntem Elfenbein und Bcrlincrblau bereitete undwomit er Gegenstände der Anatomie und Naturge-schichte in natürlichen Farben lieferte. Im Jahre1767 druckte er mir seinem Sohne, in Gegenwartdes Königs von Frankreich, das Bildniß dieses Mo-narchen mit fünf verschiedncn Platten und traf dasColorit sehr gut, daher ihm auch der König zur Be-lohnung seines Fleisses ein jährliches Gnadcngeld von600 Pf. ausschke eee). Auch I. L' Admiral in Ley-den gab verschiedene mit Farben gedruckte Kupfersti-che heraus, die die Theile des menschlichen Leibessehr natürlich vorstellten M). Der neapolitanischePrinz von Sän Severo (ch 177») verstand die Ma-NlLk , kinzrln? NNt AurbkN einzu*
reiben und mit einemmahl abzudrucken.
Peter Schenk, der um ,700 in Amsterdamarbeitete und 1711 zu Leipzig starb, wie auch derSeidenfärber, Barthol. Seuter, versuchten es zu-erst, Kupferstiche mit Oelfarben, wie Gemälde, ab-zudrucken, aber Gottfried Bernhard Götz, der >708zu Kloster Welchrod in Mähren geboren wurde undhernach zu Augsburg wohnte, brachte es hierin viel