Band 
Dritter Theil.
Seite
267
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Kupferstecherkunst. 267

he man keine Farben; hielt matt aber den Kupfer-stich in den Sonnenschein: so zeigten sich allerleybunte Farben darauf. Diese Erscheinung wird durchdie Dämpfe von Küchensalz, Salmiak, Vitriol undAlaun hervorgebracht, über welche man den Ku-pferstich halt,, daß er von ihnen tingirt wird rrr).

Handrisse aller und jeder Gattungen genaumit ihren Farben auf Kupfertafeln zuwege zu brin-gen, zeigte im Jahre 1776 der Mahler, JohannGottl. Prestel zu Nürnberg, der in gedachtem Jah-re die ersten Blätter nach den Handzcichnungengrosser Meister im Praunischen Museo, herausgab

2333 ).

Neuerlich soll Herr Gambles in England eineArt der Kupferstiche mit Farben erfunden und sich mitseiner Kunst in Paris niedergelassen haben bbbb).

Die Kunst, Kupferstiche auf allerley Töpferwaa-re, Fayance, Porzellan, auch auf lackirtes Kupferabzudrucken und einzubrennen, ist eine Erfindung derEngländer, die aber der Hr. Oberrendant Herzbergebenfalls durch Versuche herausgebracht cccc), undwozu Rinmann in seinem Versuch einer Geschichtedes Eisens eine Vorschrift gegeben hat ääää).

Herr von Murr hat folgende Epochen für dieKupferstiche mit bunten Farben bestimmt:

r) Vom Jahre 1491 bis auf Nicolaus Lastmann,oder Losmann 1626.

2) Von Losmann bis aufJacob Christophie Blondund L'Admiral.

Z) Von diesen bis auf Gautier und Le Prince.