Band 
Dritter Theil.
Seite
297
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Landkarten. 297

mit dessen Bibliothek sie in den Kayserl. Büchersaalzu Wien kam, wo sie Herr von Scheyb in Kupfer ste»chen ließ und 17LZ mit Erläuterungen herausgab.Sie ist mehr ein Verzcichniß von Namen und Distan-zen derOerker, als eine förmliche Landkarte k).

Ptolemäus, der aus Ptolemais in Egypten, welcheStadt jetzt Acre heißt, gebürtig war und -ZL Jahren. C. G. in Alexandrien lebte, zeigte zuerst, wie mandurch geometrische Hülfsmittel die vorthcilhaftesteDarstellung der Erdkugel auf einer Flache machen soll;er ist daher gls der Erfinder der stcreographischen Pro-jektion zu betrachten, die bey ihm unter dem NamenAstrolabium vorkommt l). Stcrcographisch heißenalle Projektionen einer Kugel, wobey das Auge in derOberfläche derselben stehen muß. Im Jahr 1672 ge-dachte auch Varenius derselben m) und Aguiloniusführte 1612 zuerst den Rainen der stereographi»scheu Projektion ein, welche von dem grossenVerbesserer der Landkarten, Joh. Matth. Hase, in ei-ner Schrift von 1717 am meisten empfohlen wurden).Im fünften Jahrhundert zeichnete Agathus Dämonoder Agathodämon, ein Mechaniker zu Alepandrien,die ersten Landkarten zu der Erdbeschreibung des Pro.lcmäus, nach der vom letzteren selbst angegebenen Me-thode 0) ; es waren deren überhaupt 26, nervlich rc>von Europa, 4 über Afrika und 12 von Asien, die zu.sammen eine Strecke des Erdbodens vorstellten, welchevon Osten nach Westen fast doppelt so groß war, alsvon Norden nach Süden, daher auch in der Geogra-phie die Namen der Länge und Breite gekommen sind p).