Band 
Dritter Theil.
Seite
309
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Laterne. Zvy

Gebrauch gemeiner gemacht haben. Er bediente sichihrer, wenn er sein Kriegsherr des Nachts marschi-ren ließ, wobey ihm die Fackeln nicht zweckmässigschienen, indem sie theils vom Winde ausgelöschtwerden, theils den Marsch allzuleicht dem Feindeverrathen konnten K). Aus eben diesen Gründenführte sie auch Jul. Cäsar bey den Römern ein. Dieersten Laternen bestanden aus einem eisernen oderblechernen Rahmen, der mit einer gut zubereitetenund dünne geschabten Lhierhaut überzogen war, wo-durch sie durchsichtig wurde. Aus solchen Laternenwußten die Alten mit leichter Mühe Kriegs - oderBlendlaternen zu machen, die nur von einer SeiteLicht gaben; die zubereiteten Häute wurden nähmlichauf Z Seiten der Laterne schwarz gefärbt, daher dasLicht hier nicht durchscheinen konnte, aber diejenigeHaut, welche die vierte Seite der Laterne bedeckte,wurde weiß gelassen, damit das Licht durchschim-merte. Julius Afrikanus , der im I. 221 n. C. G.berühmt war, beschreibt schon eine solche Blendla-terne c); es ist also falsch, wenn Johann Cinnamus ih-re Erfindung erst dem griechischen Kaiser EmanuelComnenus zuschreibt, der von 114.Z bis ngo re-gierte ä). Auch nahm man statt der Thierhäute dün-ne Hvrntafeln und Plautus, der Zgoo n. E. d. W.starb, gedenkt schon der Hornlaternen e), welchesauch Dlympiodorus O, und Martialis g), thun.Hvffmann K), wundert sich daher, daß der Englän-der , Johann Ässer, oder Asserius, diese Ersindungdem König der Angelsachsen, Alfred, zuschreibt, der871 n. C. G. zur Regierung kam.