Band 
Dritter Theil.
Seite
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Leinenpapier. zs/

Lein enpapier, Linnen - oder Lumpenpapier istsolches, das aus leinenen Hadern verfertiget wird.Du Halde und andere legen die Erfindung des Leinen-papiers den Chinescrn bey und berufen sich darauf, daSKaotsong, der dritte Chinesische Kayfer von der gros-sen Dynastie Tang, ein schönes Papier aus Hanf ma-chen ließ 3): auch ließ ein Mandarin deS Kayserl.Palastes in China im Jahr yz n. C. G. allerley Pa-pier aus seidenen und hänfenen Lumpen machen; ebenso versuchten es die Chineser nach einiger Meynungzuerst, aus Katunlumpen Papier zumachend) undGcrbillon sahe noch 1697 zu Ming-Hya in Chinaeine Fabrik, wo man aus Hanf Papier machte. Ausdiesen Gründen folgt indessen noch nicht, daß die Chi-ncser das Leinenpapier erfanden. Jin Jahr > 120 ge-denkt Petrus Venerabilis, Abt zu Cluguy, bereits deSPapiers aus den Fasern von alten Tüchern c) und inden Gesetzen Königs Alphonsus des Weisen wird sol-ches Papier um 126z Pergament aus Tuch genannt<l). Beydes beweiset, daß man damals in Europa Pa.pier aus baumwollene Lumpen zu verfertigen wußte;durch Zufall konnte es daher leicht geschehen, daß maneinmal Lavpen nahm. die theils auS baumwollenen,theils aus leinenen Faden bestanden und da der Ver-such mit diesem vermischten Stoffe glückte, erkannteman daraus die Möglichkeit, daß auch leinene Lappenzum Papiermachen dienten e). Jacobsonk) und anderemeynten, daß die Kreuzfahrer im «2ten Jahrhundertbey der im Orient gewöhnlichen Zubereitung des Pa-piers aus Kattun zuerst auf den Gedanken gekommenwaren, daß sich auch wohl leinene Lumven dazu schi-