Band 
Dritter Theil.
Seite
328
JPEG-Download
 

Z 2 Z Lcmenpapicr.

cken möchten; kurz, den Dü Halde ausgenommen,stimmen alle Gelehrten darinn überein, daß das Lei-venpapier eine europäische Erfindung sey, die einigein das - 2 te Jahrhunderts), andere ins Jahr izoo se-tzen. Da man in Italien die ältesten Papiermühlenantrift: so hat man daraus folgern wollen, daß daSLeincnpapier eine Erfindung Italiens sey. Der berühm-te Jurist Bartolus *) erzählt, daß bey dem adelichenSchlosse Fabriano, inder Anconitanischen Mark, Pa-pierfabriken waren, die aus einer Anzahl Mühlen be-standen, wo in jeder eine andere Sorte Papier ge-macht und auch jede mit einem andern Zeichen bezeich-net wurde. Man hält diese Gebäude für Baumwollen-papierfabriken, vermuthet aber doch, daß man hierangefangen habe leinene Lumpen mit baumwollenenzu vermischen und daß daraus nach und nach das ganzleinene Papier entstanden sey. Besonders hat sich Ti-raboschi bemühet, den Italienern die Erfindung deSLeinenpapiers zuzuschreiben, welcher erzählt, daß vorder Mitte des «gten Jahrhunderts eine Leinenpapier-fabrik zu Trevigio, oder Treoiso, gewesen sey, dennCortusius sagt in der Geschichte von Padua bey demJahr >z4o, daß die Verfertigung der clmrrarum xa-xyrum in diesem Jahr zu Padua ihren Anfang genom-men habe. Muratori sah einen Codex des Grafen diCollalto mit einigen Anmerkungen deS Andreas Redufida Quero über diese Historie des Cortusius, in wel-chem diese Worte deutlicher, nemlich Cliarrsrum äspap^ro ausgedruckt waren und wobey noch die Nach-richt stand, daß der erste Erfinder dieser Papierfa-4rike bey Padua und Trevjso ein Pax von Fabians