Band 
Dritter Theil.
Seite
330
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ZZt> Leinenpaplcr.

nenpapier aus dem ichten Jahrhundert; erwägt mannun noch, wie alt der Leinbau in Deutschland ist und wiefrühzeitig leinen Gewebe bey uns auskamen: so hat manmehr Ursache, das Leinenpapier für eine deutsche Erfin-dung zu halten. Der älteste sichere Beweis für das Da-seyn des Leinenpapiers in Deutschland ist ein StückPapier vom Jahr izoZ, welches Herr von Senkcnbergam irrten März l/6Z an Herrn Meermann schickte;es hatte sowohl die Merkmale des Lcinenpapiers, alsauch des baumwollenen Papiers, daher erklärte es diekön. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen füreine Mischung aus Baumwolle und Leinen, sie hieltferner dafür, daß man diesen Zeitpunkt, im Fall dieJahrzahl richtig sey, für den Anfang des Leinenpa^viers annehmen könne und glaubt, daß diese Probe inDeutschland an einem Italien nahen Orte gemacht sey;Murray hingegen hält sie für Papier aus Fabriano,wo man Baumwolle und Leinen vermischte o). InPommern ist das älteste Document auf Lcinenpapiereine Kopie mitMönchsschrift von einem alteren Docu-ment, vom BischofHeinrich von Wachold zu Camin,mit der Jahrzahl iziz, als eine Confirmation einernoch ältern Donalion des Bischof Hermanns, vomJahr 128y, an das Frauenconvent zu Cöslin p). Fer-ner befinden sich in dem Archive des Hospitals zu Kauf-beuren zwey auf Leinenpapier geschriebene Urkundenvom Jahr iZi8, die alle Kennzeichen der Aechtheithaben <j). Dieß sey genug von den ältesten Spurendes Lcinenpapiers in Deutschland, deren Zahl seit demgenannten Jahre immer häufiger wird. Man hatzwar noch ältere Zeugnisse für das Alter derselben in