Band 
Dritter Theil.
Seite
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Leinenpapier. zu-

gewesen sey und man vermuthet, daß dieser aus demFabrikorte von Fabriano kam und zu Treoiso die neueFabrik anlegte. Ob er aber wirklich aus leinen LumpenPapier verfertigte, ob er überhaupt der erste'gewesensey, der dieses that, ob er diese Kenntniß von Fabrianomitbrachte, oder anders woher erhielt und nur nachahm-te, oder ob er sie selbst erfand, ist alles ungewiß i).Tiraboschi führt k) zur Bekräftigung seiner Behaup-tung noch an, daß in den alten Rechnungsbüchern derKathedral-Kirche zu Treviso das Papier, worauf siegeschrieben find, bnmbacinL gencnnt werde, aber seitiZ6F heiße es pro illo libro pap^ri, woraus er schließt,daß zu Trcvigio eine neue Art Papier vorhanden war.Ferner gab der Rath zu Venedig am i^ten AugustiZ<>6 ein Privilegium, daß alle Papierabgänge nurnach Trevigio geführt werden sollten, welches manauch auf Leinenpapicr beziehen will!). Eben so führtTiraboschi m) noch ein Instrument vom Jahran, worinn ckarrs bombzrcis und pap^ri von einanderunterschieden werden und Masse«' fand in Italien einauf Leinenpapier geschriebenes Document vom Jahr1Z67N). Die im Jahr >ZZ8 zu Rom auf Leinenpa»Pier geschriebene Handschrift, welche sich jetzt in derKirchenbibliothek zu Neustadt an der Aisch befindet,kann des Tiraboschi Meynung nicht bekräftigen, dennman hat wegen der Jahrzahl Bedenken und Hirfchingsetzt dieselbe erst ins «Lte Jahrhundert.

Wenn aber auch Italien wirklich die ersten Papier-mühlen hakte: so folgt daraus noch nicht, daß dort dasLeinenpapier erfunden wurde. In Deutschland findetman weit frühere und weit häufigere Zeugnisse vom Lei-