Band 
Dritter Theil.
Seite
332
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Zzs Leinenpapier,

einen Brief des Joinville an König Ludwig X., Hu-rin genannt, der auf Leincnpapicr geschrieben war; erfällt in die Rcgierungszeit Ludwigs X. , zwischeniZ>4 und izi6 x).

In den Archiven der Bibliothek zu Canterbury sollsich ein Inventarium auf Leinenpapicr von der Vcr-lassenschaft Heinrichs befinden, der Prior an der Chri-stuskirche war und 1Z40 starb ^). Andere halten aberdie Zettel im brittischen Museum, die unter Eduard m.i. I. 1Z42 aufLeinenpapier geschrieben find, für den äl-testen sicheren Beweis des Leinenpapiers in England r).

Das älteste Leincnpapier in Spanien befindet fichin einem Manuskript von krsncilci Lximü Vira Le/^cri; Clirilli, welches Buch izö/ geschrieben wurdeund theils aus Pergamentblättern, theils aus Pa-pierstücken besteht, die mit einer Scheere bezeichnetsind und da diese das gewöhnliche Zeichen des Ita-lienischen Papiers war: so glaubt man, daß diesesPapier nicht in Spanien gemacht, sondern auS Ita-lien dahin gekommen sey sa).

Aus den hier angeführten Nachrichten ergiebt fich,-aß Deutschland eben so viel und fast noch mehr Grund,»lS Italien, hat, sich die Erfindung des LeinenpapierSzuzuschreiben und man muß noch die Entdeckung ent-scheidender Beweise abwarten, um das Land und dieZeit, worin das Leincnpapier erfunden wurde, mitZuverlässigkeit bestimmen zu können.

Erst im röten Jahrhundert fieng man an, auf ein-geleimtes Druckpapier zu drucken, wofür hernach derBuchbinder diesen Leim durch Kleister und Alaun er-setzen mußte.