Band 
Dritter Theil.
Seite
333
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Leinenpapier. Zzz

Die Abgänge des Papiers wieder zu weissem Pa-pier umzuarbeiten, verstand man schon zu Trcviso imJahr iZü6; aber aus Makulatur hat man bisher nurPappe verfertiget, bis der Herr Hofrath O. JustusKlaproth in Göttingen, im Jahr -774, in einem Auf-sätze, der auf Papier aus einem noch mit Mönchs--schrift bedruckten Buche abgedruckt war, die Möglich-keit der Umarbeitung des bereits bedruckten Papierserwies bd). Er ließ durch den Papicrmacher Schmidtbey kleinen Lengden, in der Gegend von Göttingen,die bedruckten Blätter erst mit Oleum bestreichen, umdadurch die Druckerfarbe aufzulösen und ließ ste dannmit Walkercrde ausstampfen. Diesen Versuch des Hrn.Hofrath Klaproths hat der geschickte Papicrmacher, Hr.Johann Michael Stoß in Arnstadt, im Jahre 1777,merklich verbessert; er fand nemlich, daß die Anwen-dung des Oleums viel Zeit wegnehme und die Umar-beitung des Papiers kostbar mache, daher er das ge-druckte Papier bloß mit Walkererde ausstampfen ließ,wodurch eben dieser Zweck erreicht und viele Zeit er-spart wurde.

In Venedig besitzt eine Familie das Geheimniß,das Papier dergestalt mir einem Firniß zu überziehen,daß sich die Schrift mit einem nassen Schwämmeleicht abwischen läßt cc).

s) Wehrs vl»n Papier S. Z 84 - Z8Z. l») Hall«fortgesetzt« Magie H. >780. S- ZIZ. c) ^»6r. 6a61 >eliie Libl. LIun. g. ,o6y. 1070. 6) W,etrkoxfsVersuch über den Urspr. der Spielkarten, des Leinenpap.u. s- w. S. z6. x. -784, ») Breiktopf a. a.O. S. -09!) Jakobsons tcchiwi. Wbrterb. u. p. 646. ß) Hall»a. 0. O. *) Lsrlvlu, Zsvorui 6e l^r. 6«

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