Band 
Dritter Theil.
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Ling-Iüne. — Linie.

Ling-I ü ne s. Glocken.

Linguel s. Zeichensprache.

Linie. Ara.yiaS von Tarent, der mit Platvlebte, erfand die Methode, wie man zwischen zweygegebenen Linien zwey andere Proporkional-Linienfinden könne 2).

Die Verdoppelung des Würfels gab die Veran-lassung, daß Diokles die krumme Linie Cissois, diezum zweyten Geschlechte gerechnet wird b) und Ni-coinedes, 200 Jahre vor Christi Geburt, de Con-choiS, oder Muschel-Linie, erfand, die man zumdrillen Geschlechte rechnet c). Beyde wußten durchHülfe derselben zwischen zwey geraden Linien zweymittlere Proporlional-Linlen zu finden. Nicomedeserfand auch ein besonderes Instrument, womit er sei-ne Conchoidal-Linie beschreiben konnte.

Die krummen Linien, die man Kegelschnittenennt, und deren Nahmen Ellppfis, Hyperbel undParabel sind, erfand Menächmus, der zur Zeit desPlato lebte und ein Schüler des Eudoyus war 6).Kepler führte die Ellipsis zuerst in der Astronomieein und zeigte, daß sich die Planeten in einer solchenLinie bewegen. Carlcsius zeigte, daß die Hyperbeldie vollkommenste Figur zu den Brenngläscrn sey.Francifcus von Schooten lehrte, wie man die Hy-perbel auf einer ebnen Fläche beschreiben könne undChristian Wolff erfand zu dieser Absicht eine nochleichtere Methode e). Die Quadratur der Hyperbelzwischen ihren Assymploten erfand Nicolaus Merca-tor, oder Kaufmann, aus dem Hollsteinischen 1663f). Die Quadratur der Parabel, oder ihr Verhältniß