Band 
Dritter Theil.
Seite
371
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Lustkunde — Luftpumpe. Z/r

ströme, wodurch man also verdrokene Lust bald ver-bessern kann. Hierauf leitete ihn der Versuch einesProfessors zu Turin, der, um das Gleichgewichtdes Lustzirkels zu erhalten, und zu verhindern, daßsich kein Theil der Atmosphäre mit überflüssigem Phlo-giston füllen könne, grosse, eiserne zugespitzte Stangenin die Erde steckte, worauf die untere Spitze das übcr-flüßige Plogiston zurück, in die Erde und die obere dasüberflüssige Phlogiston nach dem Zirkel feines ver-hältnismässigen Wirkungskreises in die Lust zurück-schickt b). Von andern Mitteln, verdorbene Luftfortzuschaffen, oder zu verbessern, siehe Kohlenstaub,Ventilator.

a) Llchkenbergs Mngaz. >78z- 2 . B. 2 . St. S. »66. b)

Ebend. VI. B. 2 . St. S. »8z.

Luftkunde s. Asromekrie.

Luftmesser s. Manometer.

Luftpr 0 be s. Eudiometer.

Luftpumpe ist ein physikalisches Werkzeug,womit man die Luft in einem eingeschlossenen Rau-me sehr verdünnen, aber auch stark zusammendrü-cken und hierdurch sowohl die Schwere, als auch dieElastieitat der Lust überzeugend darlhun kann.

Galilai und Torricelli hatten schon bewiesen,daßffich luftleere Raume hervorbringen liessen (s. Ba-rometer) , wozu sich auch die Mitglieder der Akade-mie zu Florenz der torricellischen Röhre bedienten.Um mehr Raum zu erhalten, bliesen sie das ver-schlossene Ende der Röhre in Gestalt einer Phioleoder Kugel auf, die man oben öffnen konnte, umKörper von einiger Grösse hineinzubringen; dann ver-

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