Luftpumpe.
schloffen sie die Kugel wieder, füllte alleS mit Quecksil-ber an und brachten das untere offene Ende in einGefäß mit Quecksilber, worauf das Quecksilber in derRohre niedersank und oben einen luftleere» Raum ließ.
Eine weit bequemere Maschine zur Verdünnungder Luft in vcrschloffnen Gcfässen erfand der kur-brandenburgische Rath und Bürgermeister zu Mag-deburg, Otto von Guerickc, -um das I. r6zo, wo-mit er im I. 16^4 auf dem Reichstage zu Regens-burg, vor dem Kaiser Ferdinand III. dessen Sohne,dem römischen Konig, Ferdinand IV. mehreren Kur-fürsten und andern Rcichsständen, die ersten öffent-lichen Versuche machte Die erste Luftpumpe, wo-mit Guericke eine hohle Kugel ziemlich luftleer ma-chen konnte (s. Halbkugeln), wird noch auf der kö-»igl. Bibliothek zu Berlin aufbewahrt 2). Nachhererhielten der Kurfürst von Mainz und Bischof vonWürzburg eine solche Maschine von ihm, die An-fangs , wegen des leeren Raums im Rccipimrender Luftpumpe , vscuum genannt wurde b), daherdieses vucuum billig das Guerikifche und nicht dasBoylische vLcuum heisscn sollte e). Der Jesuit, Casp.Schott, lieferte rüz/ ä), die erste Beschreibung derGuerickischen Luftpumpe, wodurch sie dem Englän-der, Robert Boyle, bekannt wurde, der sie mitHülfe des Robert Hook verbesserte und diese Ver-besserungen 16L9 bekannt machte. Boyle gab derMaschine ein Fußgestell und dem Cylinder eine senk-rechte Lage, machte auf die darauf geküllete Glas-kugel einen metallncn Deckel mit einem geschliffnenStöpsel, wodurch man sie öffnen, etwas hinein-bringen und an einem inwendig befindlichen Hacken