Luftpumpe. Z79
tilen, mit Slöpftln und Walzrohren eintheilen kann.Nun noch etwas von den Luftpumpen ohne Kolben,wo man nicht durch Pumpen, söndern durch andereMittel, einen luftleeren Raum hervorbringt.
Schon die Florentiner Akademisten bedienten sichdes Quecksilbers zur Hervorbringung eines leerenRaums.
Wilke riekh 1769 zur Verdünnung der Lust undzur Hervorbringung eines leeren Raums die plötzli-che Abkühlung heiffcr Wasscrdampfe zu nutzen undgab eine besondere Maschine dazu an, wodurch erdie Lust iZc» mahl verdünnte.
Die Entdeckung des Abts Feist Fontamo, daßglühende Kohlen beym Ersticken so viel Lust ciufchlu-cken, als ^hr achtfaches Voluinen betragt, gab deinI). Jngenhouß Gelegenheit, zur. Hervorbringung desluftleeren Raums, glühende Kohlen, die man ersti-cken laßt, vorzuschlagen, indem diese die Lust unterder Glocke einsangen und durch wiederhohltcs Ver-fahren ein Vacuum hervorbringen v).
Wahrscheinlich hat dieses den Abbe Cajekan Ber-rctroy auf die Erfindung seiner neuen Luftpumpe ge-leitet, bey welcher ein Kohlenbecken, nach gewissenVorrichtungen, die Lust verdünnet und eine zu beydenSeiten offne, mit Quecksilber gefüllte Röhre, durchdas Steigen des letzter» den Grad der Verdünnunganzeigt. Diese Luftpumpe ist bequemer, wohlfeilerund leichter zu behandeln, als die gewöhnlichen v).
Maria Clemens Baader, ein Arzt zu München,erfand die hydrostatische Luftpumpe, bey welcher dasQuecksilber die Stelle des Kolbens vertritt; sie wur.de 1734 beschrieben x).