Luftschiffkunnst. z8Z
ein Eisen, womit er den Flug regierte, er fiel daherauf einen Kirchthurm und brach ein Bein, wurdeaber wieder hergestellt c). Nicht so gut lief es mitdem gelehrten Benediktiner Olivier de Mamesbun)in England ab, der mit Flügeln, die er an Armeund Füsse band, von einem hohen Thurme herad-fiicgcn wollte , aber beyde Beine brach und starb,welches Schicksal auch der Jesuit Backwelle von Pa-dua hatte.
Im Jahre >§§/ that Julius Cäsar Scaligerin seiner Schrift wider den Cardan äs ftiktiliwte denVorschlag, die fliegende Laube des Archytas ausGoldfchlagerhaukchcn nachzumachen s), und MagnusPegeliuS behauptete im Jahre 1604, daß man durci,die Luft schiffen könnte g).
Aus dem Satze des Mandoza, daß das Feuerleichter, dünner und feiner als die Luft sey, schloßschon Caspar Schott, der ,666 starb, daß die Lustda, wo sie ans Feuer grenzt oder dünner als Aetherwird, schiffbar sey, so wie das Waffer da schiffbarwird, wo es an die Luft grenzt. Er behauptet da-her h), daß ein Schiff auf der converen Oberflächeder Luft schweben und sich durch Ruder forttreibenlassen würde; denn da schon metallene Gefasst, diedoch specifisch schwerer, als das Wasser sind, den-noch auf dem Wasser schwimmen, sobald man siemit Luft anfüllt: so müßte auch ein in die Lusthöhegebrachtes und mit Elemcntarfeuer angefülltes Schiffüber der Lust schwimmen und nicht eher sinken, alsbis die Schwere des Schiffs die Leichtigkeit des jn-wendig vcrfchlossgen Ackhers überwiege.