ZL >2 Luftschiffkunst.
man will cs aber auch nicht in die Reihe der zur Luft-schiffkunst vorbereitenden Versuche rechnen, weil csweder die Absicht hatte. Lasten zu heben, noch dieLuft ordentlich zu beschissen.
Roger Baco (f ,284) erzählt, er habe einenMann von Genie gekannt, der eine Flugmaschinemit künstlich schlagenden Flügeln gebanet habe: ober die Idee aus der Geschichte des Dadalus, oderaus dein Flug der Böget dazu nahm, ist mir nichtbekannt.
Nachher soll Johann Mütter, Regiomvntanusgenannt, (f ,4/6), einen hölzernen Adler verferti-get haben, der dem Kaiser Friedrich III. entgegengeflogen sey, als er nach Nürnberg kam; allein derAdler stand nur auf einer Pyramide, neigte sich ge-gen den Kaiser und breitete die Flügel aus, alsob er fliegen wollte, und da der Kaiser vorbey ge-fahren war, wandte er sich auch um und neigte sichwieder gegen ihn. Eben so soll er auch eine eiserneFliege c), gemacht haben, die auf eine gewisse Wei-te flog; man glaubt aber, daß ein Magnet dabeygebraucht worden sey ä); und beyde Kunststücke kön-nen so wenig, als die Taube des Archykas, alsVorbereitungen zur Luftschiffkunst angesehen werden.
Einen erheblicheren Schritt in dieser Kunst thatJohann Baptist« Dantes aus Perugia, der sich zuEnde des i§. Jahrhunderts Flügel machte, womiter mehrmahls über den Thrasimener See flog. Ander Hochzeit des Bartholomäus von Alviane flog er,ganz mit Federn bedeckt und mit zwey Flügeln, vondem höchsten Orte der Stadt Perusa; allein eö brach