Luftschiffkunst. Z8S
Ein Geistlicher in Brasilien, der sich G. A.linterschrieb, machte 1709 bekannt, daß er mit ei»ner Maschine in 24 Stunden 200 Meilen weit durchdie Lust fahren wollte. Elektricität und Magnetis-mus sollten sie in der Höhe erhalten, wozu eraber possierliche Anstalten machte. Der Boden desSchiffs war von Eisenblech und mit Binscndeckenüberlegt, auf diese sehte er einem Kasten mit einemgrossen Magneten , der den eisernen Boden anziehensollte und oberhalb brachte er viele Schnuren mitAgtsteinperlen an, welche, von der Sonnen beschie-nen, elektrisch werden und die Binsendecken festhalten sollten. Der Versuch mißlang ganz, wieleicht zi, erachten n).
Der Pater Galien zu Avignon hatte 17LL den Ein-fall, daß ein grosser Sack von gefütterter Leinwand,die mit Theer und Wachs bestrichen würde, inder Luft schwimmen müsse, wenn solcher auf einehohe Luftgcgend gebracht und mit der daselbst be-findlichen leichteren Lust angefüllt würde. Lächerlichwar es aber, wenn er glaubte, der Sack müsse sogroß wie die Stadt Avignon seyn; zur Füllunghielt er die Luft aus der Region des Hagels fürdie schicklichste.
Die Entwürfe des Lana, Sturm und Galienberührten indessen doch schon auf dem richtigenGrundsätze, daß Körper in der Lust steigen müssen,wenn sie leichter sind, als die Luft, die mit ihneneinen gleichen Raum einnimmt
Als Cavendish die grosse Leichtigkeit der brenn-baren Luft entdeckte, kam Black in Edinburg umBusch Handb. d. Erf. z. Tdl- d b