Band 
Fünfter Theil.
Seite
14
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14 Papier.

Papier hat seinen Nahmen von dem egypti-schen Schilfrohr Papyrus, das auch unter dem Nah-men stustX-5 (Byblos) bekannt war, erhalten, ausdessen inneren Lagen ein Schreibpapier bereitet wur-de. Dieses egyptische Papier darf nicht mit demBaumbastpapier oder Rindenpapier verwechselt wer-den, welches aus der dünnen inneren Rinde, d. i.,aus dem Bast der Bäume verfertiget wurde, wel-cher bey den Lateinern Über hieß, daher auch einBuch bey ihnen den Nahmen Über bekam. DiesesBast - oder Rindenpapier, Ebsrm corncea,

ist seiner Natur und Güte nach von demegyptischen Papier gar sehr unterschieden; es warauch weit alter, als das egyptische Papier, dennschon zu Moses Zeit schrieb man auf die inneredünne Haut der Bäume, welche unter der Rindeden Stamm des Baums umgibt, daher diejenigenirren a), welche es erst für eine Erfindung derabendländischen Gegenden halten wollen. DasBaumbast-Papier war auch weit stärker, als dasegyptische Papier, wurde aber eben so wie diesesdurch Waschen, Trocknen, Schlagen, Planiren,Leimen und Glätten bereitet. Es hatte den Feh-ler, daß sich das oberste Häutchen, worauf dieSchrift stand, leicht abblätterte. In Frankreichdauerte der Gebrauch dieses Papiers bis ins zwölfteJahrhundert b).

Das egyptische Papier, welches aus demSchilfrohr, Papyrus oder Byblos, gemacht wird,welches die Egyplicr Berd nannten, ist jünger undwird vom Plinius deutlich beschrieben c). Stra-