Papier. i.5
bo sagt, der wahre Papyrus wachse nur in Egyp-ten und Indien; allein im Jahr 79 n. C. G. ent-deckte man auch eine Gattung des Papierrohrs imEuphrat bey Babylon, welche ebenfalls zum Schreib-papier diente ä). Auch wachst in Sicitten eine demegyptischen Papyrus sehr ähnliche Pflanze, die manin Sicilien Papcro nennt, aus welcher der Cava-liere Saverio Landolina kürzlich zuerst, nach derDorschrist des Plinius, Papier zu machen versuchte,und die Proben davon an die göttinger Societätschickte e).
Man hält den egyptischen Papyrus für eineArt des Hundegrases s) oder des Cypcrgrases g).Nach der Beschreibung, die Plinius von dieserPflanze aus dem Lheophrast gibt, hatte sie eineHöhe von 9 oder 10 Cubitus. Ihr Stange! istdreyeckig und von der Dicke, daß er mit der Handumspannt werden kann. Ihre Wurzel ist krumm,und endiget sich in einen Busch von Haaren oderin einen Federbusch, der aus langen und schwachenFaden zusammengesetzt ist. Die Egyptier essen den-jenigen Theil derselben, welcher am nächsten bey derWurzel ist. Die Zwiebel oder Wurzel dieses RohrSließ sich in dünne Häute oder Blätter ablösen, ausdenen das egyptische Papier bereitet wurde, nichtaber aus dem Mark dieser Pflanze, wie einigefälschlich behaupten. Auch die äußere Schale dien-te nicht zum Papier, sondern nur die inneren Häu-te. Man konnte in jeder Wurzel nicht mehr alszwanzig Häute oder Lagen absondern, die man an^er Sonne trocknete, und nach ihrer Größe, Stärke