Pendeluhr. 67
ohne Feder, mit einem einzigen Rade, über wel-chem ein mit Bleyschrot gefüllter Trichter angebrachtwar, der das Rad durch sein Fallen umkreibt. Die-ses einzige Rad, um dessen Welle das Trichterwerkherumgeht, stellt zugleich das ganze Gewerbe vor,und bewegt den Hacken des Pcnduls. Der fallendeSchrot bewegt statt der Blcygcwichte die Vorlege-rader und Zeiger. Die Uhr geht acht Tage, undist auf dem königlichen Schloß in Berlin zu se-hen. Die Kunst besteht in den um die Wettedes Rads befindlichen Trichtern von verschieden, rGröße, welche das aus dein obern Vorrathsrichterherabfallende Bleyschrot aufnehmen, wodurch dieganze Uhr in Bewegung gesetzt, und erhalten wird0). Le Roy bemerkte auch zuerst, daß eine Federaus blau angelaufenem Stahl sich am beßten zumPerpendikel schicke, weil ein solcher die Bewegungam längsten erhalte p). Enderlin erfand eine solcheZunge, wodurch die Ungleichheiten, die an des Herrnle Roy seiner Uhr sind, vermieden wurden <;).
Um das Reiben am Aufhangungspuncte zu ver-meiden, hatte Graham dem Pendul, womit Mau«pcrtuis zu Pallo in Lappland beobachtete, oben einPaar stählerne Zapfen gegeben, die unterwärts ge-kehrte scharfe Schneiden harten, und mit diesen aufwagrechren stählernen Platten auflagen. So wieg-ten sich denn beym Schwünge die Zapfen hin undher, wie am Wagbalken r).
Hauptsächlich wirken die Abwechselungen vonWärme und Kalte auf den Gang oes Penduls,weil die Pendelstange durch dre Wärme langer,
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