korperuum mobile. 9»
Der Uhrmacher Seiler in Ulm erfand folgendes?erpet',!um mobile. Er ließ zwey Kugeln auf einerschiefliegenden Fläche Wechselsweise Herablaufen, undam Fläch-Ende in ein Loch fallen, wo eine Rinnewar, darunter die Kugel fortlief, die Rinne sankvon der Kugelschwere nieder, und stieß durch eineSchnellster die Vorlage oben an der Decke weg,wodurch die andere Kugel in Bewegung gesetzt wur-de. Indessen wurde die erste Kugel bey der Rinnen-bewegung, durch eine besondere Feder, bey einemandern. Loche zur Seite von einem Männchen her-vorgebracht, und wieder hinter die Vorlage gelegt,worauf das Männchen wieder niedersank und dieneue Kugel auffing. Der Künstler brachte diese Ma-schine bey der Unruh einer Sccundenuhr an, endlichaber rieben sich die Zapfen ab, und die Federn wur-den unelastisch K).
Eine andere neue Erfindung, die mit mehreren!Rechte ein Lerperuum mobile genannt zu werdenverdient, ist das Uhrwerk in dem Muses des HerrnCor in London, welches Johannes Ferguson >774bekannt gemacht hat. Es ist eigentlich eine miteinem Barometer versehene Uhr, deren Räder sichdurch das Steigen und Fallen des Quecksilbers be-wegen und im Gange erhalten werden. Es findalso physische und mechanische Kräfte mit einandervereiniget, und es verdient diese Erfindung alleAufmerksamkeit.
Auch Herr dl. Charles Casteüi, Professor derPhysik zu Mapland, hat ein Rad erfunden, wel-ches durch sein Gleichgewicht Kraft erhalt, und sich