Pflaster der Straßen. i ty
versunkenen Städten, Herkulanum und Pompeji'mit Lava gepflasterte Gassen gefunden habe, in de-nen liefe Wagengleife waren. Heliogabalus, derum r >8 n. C. G. lebte, ließ zu Rom die Gassenum den Pallast, der am palatinifchen Berge lag,mit fremden Marmor belegen. Die Bruder PubliiMalleoli liessen, als sie curilifche Aediles wurden,den publicischen Hügel pflastern. Die Reinigungder Straßen, welche nach der Pflasterung derselbenentstand, wurde als ein Theil der Ausbesserung derGassen betrachtet. Bey den Römern halten dieIribuni rsrum nitemiuin die Aufsicht über die Rei-nigung der Gassen und öffentlichen Oertcr.
Der vierte spanische Chalife Abdorrahmaun H.machte im zo. Jahr feiner Regierung oder im 2 z 6 .Jahre des Reichs der Araber, das ist, um das Jahr8 ,zo nach Christi Geburt, in der spanischen StadtCordova den Anfang damit, den Boden seinerStädte pflastern und Röhrbrnnnen anzulegen, f).
Erst im Jahr n84 folgte Philipp August oderPhilipp II. König in Frankreich, dem Beyspiel desChalifen Abdorrahmaun H. nach, und ließ Paris pfla-stern g), wozu folgendes die Veranlassung gab:der König Philipp H. stand einmahl an dem Fen-ster feines Pallastes nach der Seine zu, als ebenein Wagen den Koch so durchwühlte, daß ein un-erträglicher Gestank entstand. Hierauf faßte er denEntschluß, Paris pflastern zu lassen, wozu er n84den Befehl ertheilte K). Anfangs mußte jeder Bür-ger in Paris die Straße vor seinem Hause reini-