HZ Pflaster der Straßen.
und von beyden Seiten mit bedeckten Gangen, die
auf Säulen ruheten, eingefaßt war.
Die Juden sollen auch dem Agrippa den Vor-schlag zur Pflasterung der Stadt Jerusalem gethanhaben, der aber nicht ausgeführt wurde.
Im Talmud wird zwar der Reinigung der Stra-ßen gedacht, aber es ist bey dem allen noch unge-wiß, ob Jerusalem gepflasterte Straßen hatte.
Indessen war es in den Morgenländern ge-wöhnlich , Zimmer und besonders den innern Vor-hof mit Marmorplatten auszulegen. Solche Mar-nwrsäle hatte Ahasverus *).
Demungeachtet gab es auch schon vor ChristiGeburt Städte, die gepflasterte Straßen hatten.Valerius Ma^imus und Plutarch erzählen, daß dieStraßen zu Theben in Griechenland ein Steinpfla-ster hatten. Die Aufsicht darüber hatten die Te-learchen, und sie wurde auch einmahl dem Epami»nondas übertragen, der um Zds r n. E. d. W. lebte.
Erst 188 Jahre nach Abschaffung der königli-chen Würde oder um Z66z n. E. d. W. zwischen44 i und 444 nach Erbauung Roms ließ der CensorAppius Claudius Coecus den Appischcn Weg vonRom bis Capua pflastern e). Im Jahr L 84 nachErbauung Roms ließen die Censoren die Gassenvom Ochsenmarkte bis zum Tempel der Äenus undum die Schaubänkc der Rathsherrn an der großenRennbahn pflastern. Reisende versichern, daßman auch in den unter dem Titus ( 8 > nach C. G.)