Band 
Fünfter Theil.
Seite
146
JPEG-Download
 

.»46 Philosophie.

I. B. S. 121. cl) Ebendaselbst E. ,22. e) Ebenb.

S. 208 209. s) Ebend. >9. Hauplst. §. 2zz. S-

und Zoz. ß) Ebendas. S. 4>4 »nd Ü74.

Philosophie oder Weltweisheit. In denalten Zeiten war Philosophie und Gelehrsamkeit ei-nerley, und die Gelehrsamkeit traf man ehedem nurbey den Priestern der alten Völker an. Um dieGeschichte der Philosophie besser übersehen zu kön-nen, hat man die Philosophie in die heydnische undchristliche eingetheilt. Unter den Hcpden machtensich hauptsächlich die Griechen um die Philosophieverdient. Tatianus, Theodoretus und andere habenaber gezeigt, daß schon vor den Griechen die Bar-baren, wie die Griechen alle andere Völker zu nen-nen pflegten, Philosophen gehabt haben, und daßselbst die griechischen Weltweisen erst von jenen Bar-baren lernten. Man theilt daher die heydnische Phi-losophie in die barbarische, griechische und römischeein. Die barbarische Philosophie wird wieder indie afrikanische, asiatische und europäische eingetheilt.Die Philosophen der Barbaren waren meistens Prie-ster, die ihre Weisheit sehr geheim hielten, sie we.nigstens nicht jedem mittheilten und dieselbe auchnicht in Schriften bekannt machten.

In Afrika behaupten die Egyplier und Aethio»pier, daß sie Weltweisen gehabt hätten; vorzüglichwollen die Egyprier unter allen Völkern zuerst diePhilosophie gelehrt haben. Unter den Egyptierneignen sich besonders die Thebaer die Erfindung derWeltweisheit zu a) ; andere sagen, Vulcan, einSohn des Nilus, habe bey den Egyptiern zuerst