Band 
Fünfter Theil.
Seite
147
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Philosophie. 14?

Philosophie gelehrt, und noch andere halten denThaauk, Thost oder Thoyt, den die Griechen Her«mes Trismegistus, und die Römer Mereucius nanu«ten, für den Urheber der Philosophie bey den Egyp-liern b). Das meiste, was von ihm gesagt wird,ist aber fabelhaft. Die Egyptier waren indessen,wirklich eins von den Völkern, bey denen die Ge-lehrsamkeit geschäht wurde; doch fand man ste nurbey den Priestern. Schon zu deS Moses Zeit wa-ren die Egyptier als ein Volk berühmt, das gelehrtePriester hatte» denn es heißt (Apostelgesch. 7, 2«):Moses wurde unterrichtet in aller Weisheit derEgyptier, und vom Salomo wird gesagt c), daßseine Weisheit größer gewesen sey, als die derEgyptier. Auch ist bekannt, daß die ersten undberühmtesten Philosophen der Griechen nach Egyp-ten reiseten, um da ihre Kenntnisse zu erweitern^Die Hauptwiffenschaften der Egyptier waren Theo-logie oder Kenntniß der Gvtterlehre und der Cere-monien beym Götzendienst, Astronomie, Feldmeß-kunst, Rechenkunst, geheime Schreibekunst, Geo-graphie und Nativitätstellen, auch physikalische Kennt-nisse schreibt man ihnen zu. Zu geschweigen, daßdieses Philosophie im eigentliche» Verstände genanntwerden könne: so waren die Egyptier nicht einmahlin den angeftihrten Wissenschaften weit.

Außer der egyptischen Philosophie ist in Afri-ka noch zu merken- die mohrischc oder äthiopischeund lybische Philosophie. Die Philosophen derMohren und Aethiopier hießen, so wie die Phils-