Band 
Fünfter Theil.
Seite
153
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Philosophie. 1LA

offenbar, d. i. ohne sie in Fabel zu hüllen, vor-getragen , wie die sieben Weisen und die PoetenTheognis und Phocylides thaten. Zur mythischenPhilosophie oder zu der Philosophie in Fabeln wer-den die Gedichte von den Göttern gerechnet; mannennt sie auch die mystische oder mythologische Phi-losophie, und will in dieser Hinsicht die Dichter zuden ersten Philosophen der Griechen machen. DenGrund zur mythischen Philosophie legten Prome-theus, Orpheus, Linus aus Chalcis, Musaus,Tamyris, Amphion, Melampus, Homer, Hesio-dus und Epimenides. Alle diese trugen in Poesienunter Fabeln, theils Historie der ältesten Zeiten,theils Sittenlchren, theils physikalische Lehrsätze vort). Einige meinen, die alten griechischen Welt-weisen hatten sichs angelegen seyn lassen, ihre Leh-ren aus dem Homer herzuleiten, welches aber be-zweifelt wird. Die mythische Philosophie der Grie-chen verdient überhaupt noch nicht den NahmenPhilosophie, doch muß sie als ein Stück der Ge-schichte des menschlichen Geistes der eigentlichen Ge-schichte der Philosophie vorangehen. Die empirischePhilosophie der Griechen wird aber nicht bloß indie mythische, sondern auch noch in die historischeund politische eingetheilt.

Die politische Philosophie der Griechen beschäf-tigte sich damit. Regeln zu einer guten Regierungund heilsame Gesetze zu geben, daher sie im eigent-lichen Sinne nicht den Nahmen der Philosophieverdient. Sie entstand durch die Gesetzgeber. Dieersten Griechen, die ein geschriebenes Gesetz hatten.