Philosophie. r/z
zu studiren, da denn einige bloß die gemeinenMängel der Scholastischen Philosophie anmerkten,andere aber die alten Seelen wieder auf die Bahnbrachten. Die ersten, die sich der Barbarey derScholastischen Philosophie widersetzten, waren Lau-rentius Valla (geb. zu Rom 14 ^, 1- r46§), Ru-dolphus Agricola (f i48L), Marius Nizolius Bri-xcllensis , dessen Schrift zu Parma iherauskam,Desiderius Erasmus, der die Lehre cie gunkuorcau-lis, nähmlich caulam sormalLin, materislem, etll-cwiitem und 6nulem für unnütz erklärte, ferner Lu-dovicus Vivcs, der 1 ZZ 7 , oder, wie Thuanuswill, >L4> zu Brügge starb, auch Jacobus Faber(f 1 FZ 7 ) suchte die Aristotelische Philosophie von derScholastischen Barberey zu säubern, und Franz.Sanchez bestritt ebenfalls die Aristotelisch - Schola-stische Philosophie.
Mit der Reformation fing sich zugleich eineneue Epoche in der Geschichte der Philosophie an.Luther bestritt die Aristotelisch - Scholastische Phi-losophie , und wollte nicht leiden, daß man ihreTerminologien in die Theologie menge; demungeach-tet las aber Melanchton iLön) wieder über denAristoteles, indessen reinigte er die AristotelischePhilosophie von den allzugroben Irrthümern undspitzfindigen Subtilitäten, und hielt auch gar nichtsvon der Scholastischen Theologie. Einige suchtennun die alten Secten wieder hervor, besonders dieIonische, Pylhagorisch-Platonische, Peripatetische,Parmenidische, Stoische, Democril - Epikurischeund Sceptische Secte; andern aber gefiel die eclecti^