Iko Phosphorescen^
im l. Th. dieses Handbuchs) Wasche u. s. w. oderaus dem Mineralreiche, wohin die Diamanten undSmaragde gehören. Einige dieser Körper leuchtenim Dunkeln nicht eher, als bis sie eine Zeitlangdurch die Sonne, durch Tageslicht, oder auch nurKerzenlicht vorher erleuchtet worden sind, daher mansie Lichtsaugendö Körper nennt, weil sie im Dun-keln von dem Lichte leuchten, welches sie vorhererst von einem andern leuchtenden Körper eingeso-gcn haben.
Plinius 2) bemerkt schon, daß die Pholaden,eine Art von Muscheln, welche sich in talkartige Fel-sen , Korallen und Schiffe einbohren, und die Pli-nius Dactylos nennt, des Nachts mit einem phos-phorischen Glänze leuchten. Reaumür und Becca-ria haben viele Versuche über dieses Leuchten derPholaden angestellt.
Das Leuchten des faulen Fleisches bemerkteFabricius ab ^uaxenäems zuerst am Lammfleische,und machte dieses 1600 bekannt k). Bartholin be-schreibt eine 164» zu Montpellier gemachte Probe,da ein Stück Fleisch in einzelnen Puncten leuchte-te, als ob es mit Diamanten überstreut wäre. Boy-le sahe 1672 etwas ähnliches an einem noch eßba-ren Stücke Kalbfleisch, an frisch geschlachtetem, auchabgekochtem Hammelfleisch und im Salzwaffer ge-legtem Schweinefleisch. Eben dieser Boyle machte1667 die meisten Versuche über das Leuchten deSfaulen Holzes; er bemerkte ferner, daß ein Weiß-fisch, der in die Faulniß übergehen wollte, desNachts leuchtete, und entdeckte, daß das Leuchten