Band 
Fünfter Theil.
Seite
185
JPEG-Download
 

Phosphorits. 18L

chcs nur von außen her belebt werde; es ist abersicherer, daß dieser Stein das eingesogene Lichkwieder im Dunkeln von sich strahlt, und also un-ter die Lichtsauger oder Lichtmagnete gehört. Pote-rius, Montalban und Menzel haben verschiedeneArten zur Calcinirung dieses Steins angegeben,aber sie waren alle fruchtlos, und man konnte da-durch die Calcinirung desselben nicht bewerkstelligen.Hoinbcrg brachte diesen Bonomschen Wundersteinwieder zuerst hervor a), und die Erleuchtung die-ses Steins durch das eleetrische Licht rührt vonJohn Cankon her b).

Dieser Bononische Stein blieb fast ein halbesJahrhundert hindurch der einzige bekannte Lichtsau-gcr, bis kurz vor 167L ein Amtmann zu Großen-hayn in Sachsen, Christoph Adolph Baldum, zu-fälligerweise entdeckte, daß das Rückbleibsel derDestillation einer Kreidenauflösung in Scheidewas-ser ebenfalls Licht einsauge. Dieser Balduinischeoder hermetische Phosphorus ist das aus Kalkerdcund Salpetersäure entstehende Mittelsalz, oder derKalksalpeter. Er läßt sich am beßten in hermetischverschlossenen Glasröhren aufbewahren c).

Nachher entdeckte Homberg eine ähnlich Eigen-schaft an dem fipcn Salmiak, oder der Verbindungder Kalkerde mit der Salzsäure, welches 169z be-kannt gemacht wurde ä).

Johann Bernoulli, Professor zu, Groningenund nachher zu Basel, erfand einen Phosphorusaus Mercurius, der mit Wasser oder lpirirus virnso lange gewaschen wird, bis diese Feuchtigkeiten